Alles dreht sich um Eier!

Eine bodypainted Gay Romance

 

„So bunt, wie die kunstvoll gestalteten Körper der Modelle, ist auch die Geschichte. Ich fand es interessant ein wenig hinter die Kulissen des Wettbewerbs blicken zu dürfen, der Autor hat geschickt einige Erklärungen zur Thematik mit ins Geschehen einfließen lassen, so dass auch ein Leser, der keine Ahnung von Bodypainting hat, sozusagen einen Crashkurs zu dem Thema bekommt.“ ma.te.

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Inhaltsangabe

Busfahrer Luis weiß, wie man selbst mit einer schrottreifen Rumpelkarre pünktlich ans Ziel kommt, auch wenn sich seine Passagiere mitunter krampfhaft festhalten müssen, um nicht aus der Kurve zu fliegen. Weniger rasant ist es um sein momentanes Liebesleben bestellt, da steckt er derzeit ziemlich frustriert im Stau. Dieser Umstand ändert sich allerdings schlagartig, als er bei einem Bodypainting-Wettbewerb auf den attraktiven Andy trifft, von dessen Adonis-Körper Luis kaum die Finger lassen kann. Wer will nicht aus seinem wahrgewordenen, feuchten Traum ein Kunstwerk erschaffen und ihn dabei ungeniert bepinseln dürfen?

‚Alles dreht sich um Eier’ erzählt von altersschwachen Blechbüchsen, Freundschaften fürs Leben, ungehemmter Raserei, farbintensiven Kreationen und einer Liebe, die Konventionen sprengt.

„Marc Weiherhof ist es gelungen, Humor, eine Prise Erotik und etwas Drama mit den Infos über das Bodypainting zu einer bezaubernden kurzweiligen Geschichte zu verknüpfen. Ich habe viel und oft gelacht, vor allem über die zum Teil echt schrägen Nebencharaktere. Aber lest selbst. Viel Spaß!“ Mimi

Leseprobe

„Luis, was überlegst du noch? Das musst du verflucht nochmal einfach machen! Das ist genau dein Ding“, platzt es aus Wendela, meiner besten Freundin und zugleich Mitbewohnerin, heraus, während wir vergnügt am Küchentisch sitzen und unseren Morgenkaffee schlürfen. Wendelas Wesen gleicht einem Wirbelsturm der höchsten Gefahrenstufe. Ihre blonden Rastas stellen einen krassen Kontrast zu ihrem zierlichen Gesicht und ihren zartrosa Lippen dar, trotzdem finde ich, dass ihr diese maskulin wirkende Frisur hervorragend steht. In ihrer Hand hält sie ein Zeitungsinserat, das sie aufgeregt in der Luft schwenkt. „Ich meine, hallo? Bodypainting ist dein Traum und jetzt hast du die einmalige Gelegenheit, anstatt meiner nicht vorhandenen Titten, endlich einmal ein richtiges Model zu bemalen.“

„Ach, ich weiß nicht“, druckse ich herum. Sie hat Recht, Bodypainting ist meine Bestimmung, ein Wunsch, den ich mir nicht erst seit gestern zu erfüllen versuche. Nichts wäre mir lieber, als die Welt mit meinen Schöpfungen zu begeistern, dessen ungeachtet ist ein solcher Wettbewerb ein Riesenschritt, der eine große Portion Mut erfordert.

Finster und ein wenig desillusioniert, betrachtet sie mich, bevor sie mir ihren spitzen Ellenbogen in die Rippen drückt.

„Aua!“ Ich räuspere mich. „Ich meine, äh, du hast ganz wundervolle Brüste, die sind perfekt geformt und so …“, antworte ich, als ich – meine Leitung kann so lang, wie das Telefonkabel durch den Atlantik sein – realisiere, was der tiefere Sinn ihrer Aussage gewesen ist. Frauen. Wenigstens liefern sie mir verlässlich Gründe, warum ich froh bin, schwul zu sein. Fakt ist, ich wäre mit dieser weiblichen Zweideutigkeit und darüber hinaus mit ihren lebensfernen Ansprüchen, dass Männer zwischen den Zeilen lesen sollten, heillos überfordert. „Nicht, dass ich Ahnung von Brüsten hätte, aber deine sind wohl die einzigen, die ich auch nur im Entferntesten berührt habe, wenn auch nur mit Pinseln und Airbrush-Pistolen. Obwohl, da gab es natürlich die Dinger meiner Mutter, aber daran möchte ich als schwuler Mann nun wirklich nicht denken.“ Plötzlich läuft mir ein Schaudern über den Rücken.

„Wie immer, charmant bis zum Abwinken“, kontert Wendela zynisch und verdreht theatralisch die Augen. „Wenn ich dich nicht so gern hätte, würde ich dich jetzt übers Knie legen.“

Mir entweicht ein gackerndes Lachen. „Das würde ich zu gern sehen“, entgegne ich mit einem Zwinkern. Dann geht alles sehr schnell: Bevor ich realisiere, wie mir geschieht, packt sie mich am Arm, verdreht ihn hinter meinem Rücken und zwingt mich auf ihre Oberschenkel. „Aua, hey, nein, das kannst du doch nicht tun.“