Gay Romance ist Toleranz.

In meinen Büchern kämpfe ich für Toleranz, Gleichberechtigung und Akzeptanz.

In meinen Büchern kämpfe ich für Toleranz, Gleichberechtigung und Akzeptanz.

Homosexuellen Menschen werden immer noch diverse Stolpersteine in den Weg gelegt und sie erfahren noch nicht die Akzeptanz, die sie in der Gesellschaft verdient hätten. In meinen Büchern kämpfe ich für Toleranz, Gleichberechtigung und Akzeptanz. Weil wir alle gleich sind!

Erfahre mehr über mich, mein Privatleben und meine Katzen.

Erfahre mehr über mich, mein Privatleben und meine Katzen.

Als Schweizer stehe ich nicht nur für Käse, Schokolade und Berge, nein, ich schreibe auch Bücher, die dich in die Welt der gleichgeschlechtlichen Liebe entführen. Erfahre mehr über mich, mein Privatleben und meine Katzen.

Lesen ist Freiheit.

Entfliehe mit meinen Büchern deinem Alltag, tauche in unbekannte Abenteuer ein und bereise mit mir die Welt.

Entfliehe mit meinen Büchern deinem Alltag, tauche in unbekannte Abenteuer ein und bereise mit mir die Welt.

Entfliehe mit meinen Büchern deinem Alltag, tauche in unbekannte Abenteuer ein und bereise mit mir die Welt. Egal ob in den Orient, nach New York, in die Schweiz oder nach Istanbul, mit meinen Geschichten wird es nie langweilig. Travel the world!

Die Liebe gewinnt immer.

Zentrales Thema meiner Gay Romance-Bücher ist die Liebe und diese findet ja bekanntlich immer einen Weg.

Zentrales Thema meiner Gay Romance-Bücher ist die Liebe und diese findet ja bekanntlich immer einen Weg.

Zentrales Thema meiner Gay Romance-Bücher ist die Liebe und diese findet ja bekanntlich immer einen Weg. Dieser Fakt zieht sich wie ein roter Faden durch all meine Geschichten, selbst durch die früheren Gay Crime-Storys. LoveWins!

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Fragmente meines Lebens | 11

Wir schweigen uns lange an. Niemand traut sich, etwas zu sagen. Um der greifbaren Stille zu entfliehen, mustere ich Carmen von der Seite. Ihre langen, wilden, schwarzen Locken hat sie zu einem lockeren Pferdeschwanz zusammengebunden. Sie ist auffällig geschminkt und trägt enganliegende Jeans und ein Top, das ihre Kurven betont. Da fällt es mir wie Schuppen von den Augen: heute ist Freitag. „Hattest du ein Date?“, frage ich, um das Eis zu brechen.

„Ja, hatte ich“, murmelt sie, bevor sie mir das Mineralwasser aus der Hand nimmt, um einen Schluck zu trinken.

„Es tut mir furchtbar leid, dass ich …“

„Hör bloß auf! Erstens bist du mir viel wichtiger, als ein dahergelaufener Typ, und zweitens war der Kerl ein Blindgänger, wie er im Buche steht. Zwar hübsch, aber hohl wie Stroh.“ Irgendwie ging mir das ähnlich. Erneut kehrt Ruhe ein. Unvermittelt sieht Carmen Mike an. „Ich möchte mich für meinen … meinen Auftritt von vorhin entschuldigen“, entgegnet sie mit einem zuckersüßen Lächeln und einem vor Unschuld triefenden Augenaufschlag. Es scheint ihr wirklich peinlich zu sein.

„Schon okay“, kommt es von Mike mit einem Lächeln.

„Kein gebrochener Arm oder so?“

„Als ob du mir den Arm brechen könntest“, kommt es fies grinsend von Mike. Carmen reißt die Augen auf, während sich auf ihrem Mund ein keckes Lächeln formt. Das haben sich zwei gefunden. „Ich hab nur Spaß gemacht. Du hast schon einen ziemlich harten Schlag, aber ich werde es überleben. Jedenfalls werde ich nicht so schnell vergessen, wie ich dich kennengelernt habe.“

„Ja, das kann ich mir vorstellen“, kontert Carmen und verzieht ihr Gesicht zu einer Grimasse, bevor sie sich an mich wendet. Meine Schonfrist ist abgelaufen. Sie schaut mir auffordernd in die Augen. „Also, Oli, schieß los, was genau ist passiert?“ Ich seufze und wiederhole in kurzen Sätzen, ohne zu tief ins Detail zu gehen, was vorgefallen ist. „Was für ein Arschloch!“, ruft Carmen aus.

„Das kannst du laut sagen“, pflichtet ihr Mike bei. Ich nicke und stoße den Atem aus, den ich unbewusst angehalten habe. Dave ist ein Arschloch, aber das konnte ich ja nicht wissen. Ich bin nur heilfroh, dass Mike zur rechten Zeit am rechten Ort war.

„Wenn es euch nichts ausmacht, würde ich jetzt gerne heimgehen.“ Natürlich haben meine Freunde nichts dagegen. Zu dritt machen wir uns, nachdem wir die Getränke gezahlt haben, auf den Weg. Der Pub ist mittlerweile gut gefüllt und die frei werdenden Plätze werden sofort in Beschlag genommen. Carmen hebt den umgefallenen Schirmständer auf, stellt ihn wieder neben die Tür und verlässt die Kneipe ohne Aufsehen zu erregen. Draußen ist es frisch, Frühling halt. Ich bin heilfroh, dass ich meine Jacke mitgenommen habe. Langsam und schweigend schlendern wir zur Haltestelle der Straßenbahn – zu tief sitzt bei uns allen der Schock. Als wir an der SB-Zone der Bank vorbeispazieren, erstarre ich.

„Was ist los?“, kommt es von Carmen, die meine Veränderung wahrgenommen hat. Ich deute mit meinem Kinn zu den Automaten. „Das ist Dave, oder?“, flüstert sie. Ich nicke. Dave, der hübsche Kerl, mit dem ich mitgegangen bin, der mich fast vergewaltigt hat, steht am Briefkasten und nestelt an der Öffnung.

„Du hast nicht wirklich das Geld in den Briefkasten gesteckt?“, will Mike ungläubig wissen, als er erfasst, was sich da abspielt.

„Was hätte ich denn tun sollen? Der Automat war defekt, mitnehmen konnte ich es nicht und die Bäckerei war bereits geschlossen“, verteidige ich mich.

„Aber du hast doch sicher Trishs Telefonnummer, du hättest sie anrufen können“, hakt Carmen nach.

„Jaha! Das ist ja jetzt auch egal. Was tun wir jetzt?“, bringe ich die Diskussion wieder auf den Punkt. Mike mustert mich kurz, überdenkt die Situation und meint dann: „Ich würde die Polizei anrufen. Die nehmen ihn hoch und schon hat sich dein Problem erledigt.“ Ich starre ihn an und schüttle den Kopf. „Ich kann doch nicht die Polizei auf ihn hetzen.“

„Warum nicht? Wenn die ihn in flagranti erwischen, ist er geliefert.“

„Nein!“, sage ich scharf und gehe weiter. Carmen und Mike brauchen einen Moment, um zu reagieren. Rasch holen sie mich ein und hindern mich am Weitergehen. „Was?!“

„Warum willst du nicht die Polizei einschalten?“, will Mike wissen.

„Weil … weil er nichts getan hat“, stammle ich.

„Ich glaube, das ist der Schock“, entgegnet Carmen verständnisvoll, mit sanfter Stimme. „Hat er dich bedroht?“ Ich schüttle den Kopf. „Oli, bitte“, mahnt Carmen.

„Hast du sie noch alle?“, brülle ich unvermittelt und ohne wirklichen Grund. Aber ihr Nachbohren nervt mich. „Ihr … ihr habt seinen Blick nicht gesehen. Er … verflucht … er wollte mich … und dann kam Mike und er hat mir gedroht und er hatte einen echt unheimlichen Blick, der mir durch Mark und Bein ging.“

Mike berührt mich am Arm.

„Ich habe seinen Blick gesehen, ich kenne ihn vom Hörensagen und deswegen rate ich dir dringend, ruf die Polizei! Wenn nicht wegen dem, was da vorgefallen ist, dann wegen dem jetzt in der Bank!“ Ich fühle mich wie gelähmt. Was für ein beschissener Tag! Seinen Blick werde ich so schnell nicht vergessen können. Es lag mehr als eine simple Drohung darin.

Es war ein Versprechen.

2 Gedanken zu “Fragmente meines Lebens | 11”

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