LoveWins

Gay Romance

 

“Marc Weiherhof hat mit einer beeindruckenden Sammlung viele Situationen des (täglichen) Lebens beleuchtet und lässt den Leser in eine breitgefächerte Welt von Gefühlen eintauchen.” Lesetiger

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Inhaltsangabe

Dieser Gay Romance-Sammelband präsentiert in 40 romantischen, lustigen, erotischen, traurigen oder nachdenklichen Episoden, wie wahre Liebe über Vorurteile, Homophobie und veraltete Gesetze triumphiert. LoveWins entführt dich in eine Welt voller Männer, die sich nichts sehnlicher wünschen, als eine liebevolle Beziehung, Gleichberechtigung und mehr Akzeptanz in der Gesellschaft.

Liebe, Sex und große Gefühle, gepaart mit den Herausforderungen des Alltags machen aus LoveWins ein homoerotisches Feuerwerk der besonderen Art.

Dieser Sammelband enthält homoerotische Inhalte und ist nur für Personen über 18 Jahren geeignet. Die Länge der Episoden kann stark variieren. Ungefähr 63.500 Worte auf 265 Seiten.

“Marc Weiherhof hat in dieser Sammlung wunderbare kürzere und längere Geschichten vereint, die ans Herz gehen. Die Mischung aus Liebe, Romantik, Erotik und auch Drama macht es. Er bringt den Leser zum Lachen, zum Kopfschütteln und zum Nachdenken. Einige der Geschichten lassen den Leser aber auch ein bisschen traurig oder auch entsetzt zurück. Die Gefühle fahren Achterbahn!” astrid – Das Lesesofa

Leseprobe

Ich fühle, wie unsagbare Angst und blanke Panik meinen Rücken emporkriechen. Sie nehmen mich gefangen, rauben mir meinen Lebensmut und sämtliche Euphorie. Ich fühle mich klaustrophobisch und ausweglos. Es ist, als ob sich schwere Metallketten wie ein Korsett um meinen Brustkorb schnüren. Meine Hände sind kalt, schweißnass und ich kriege kaum Luft. Ich sitze in einem steril wirkenden Wartezimmer und fühle mich einfach nur verloren. Es ist, als ob ein Schraubstock das Leben aus meinem Körper presst. Ich sehe mich flüchtig um. Magazine und Zeitungen warten darauf, gelesen zu werden. Die Sitzgelegenheiten sind mit feinstem Leder bezogen und ergänzen das edle Ambiente des Zimmers perfekt. Dabei ist das hier der Vorhof zur Hölle! Okay, das ist vielleicht ein bisschen weit hergeholt – aber es beschreibt nun mal, wie ich mich in diesem Moment fühle. Wenn ich mir vorstelle, wie der Arzt mit seinen Mordinstrumenten in meinem Mund herumwuselt, wird mir schwarz vor Augen. Die schrillen Geräusche, die unerträglichen Schmerzen, die strengen Gerüche und das beißende Kratzen an meinen Zähnen, das alles lässt mich erschaudern.

Schweiß bricht mir aus.

„Guten Tag. Herr Birchler?“, werde ich angesprochen. Nur langsam und zögerlich hebe ich den Kopf. Mein Blick bleibt an funkelnd grünen Augen hängen, die mich forschend beobachten. Ich erhebe mich. „Mein Name ist Doktor Matthias Rausche“, stellt sich der Arzt vor, als er mir die Hand hinstreckt. „Ich arbeite seit vier Monaten hier und freue mich darauf, Sie kennenzulernen.“ Zögerlich berühre ich sie und erwidere den kräftigen Händedruck.

„Es freut mich sehr“, mischt sich eine Frau ein, die ich in meinem ‚Ich-versuche-mich-mental-zu-beruhigen-Gehirnjogging‘ ganz vergessen habe. „Ich bin Paula Birchler, Adams Mutter.“ Ich schließe peinlich berührt die Augen.

„Sehr angenehm. Bitte kommen Sie doch beide mit ins Behandlungszimmer“, entgegnet der Zahnarzt lächelnd und weist uns den Weg. Meine Mutter geht viel zu dicht an ihm vorbei und zwinkert ihm zu – als ob sie bei einem so jungen Arzt Chancen hätte. Ich versuche gar nicht erst zu lächeln – es würde sowieso misslingen –, sondern konzentriere mich auf den Weg und darauf, nicht zu stolpern. Ich spüre seinen Blick auf meiner Haut. „Gleich da vorne rechts, bitte“, ertönt seine wohlklingende Stimme hinter mir. Als ich das Zimmer betrete, weiß ich wieder, warum ich meine Mutter mitgenommen habe. Die Ketten um meinen Brustkorb ziehen sich enger zusammen. Ich mache unwillkürlich einen Schritt nach hinten und pralle mit Doktor Rausche zusammen. „Hoppla“, kommt es mit dem Hauch eines Lächelns. Seine starken Hände stützen mich an den Armen und hindern mich am Umfallen. „Bitte nehmen Sie doch Platz, Herr Birchler. Dann sehe ich mir Ihre Zähne an, bevor ich mit der Zahnsteinentfernung beginne.“ Ich nicke und setze mich auf den High-Tech-Behandlungsstuhl, der mich wie auf einem Präsentierteller meinem Henker vorführen wird.

„Sehen Sie Herr Doktor, mein Sohn hat furchtbare Angst vor dem Zahnarzt, weshalb ich ihn begleite“, beendet meine Mutter die Stille. Bam. Sie … sie findet einfach immer die richtigen Worte, um mich wie ein Idiot dastehen zu lassen. Warum platzt sie damit auch immer so raus? Es hätte genügt, wenn sie einfach da ist, aber sie bindet es jedem Zahnarzt auf die Nase.

JEDEM.